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Während Standardkalender alle 12 Monate eines Jahres umfassen, sind in allen Kulturen Sonderformen entstanden. Eine davon ist der Adventskalender, der genau aus einem Monat besteht. Die ersten Formen dieses Kalenders finden sich als selbstgebastelte Varianten in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Die heute gebräuchlichen Formen entstanden Anfang des 20. Jahrhunderts.
Dieser Kalender gilt immer für den gleichen Monat eines Jahres, dem Dezember und bildet genau 24 Tage ab. Die Tage vom 25. bis zum 31. Dezember sind auf diesem Kalender nicht vorhanden. Adventskalender sind vor allem bei Kindern und Heranwachsenden beliebt und dienen dazu das Warten auf das Ereignis des Weihnachtsfestes zu überbrücken. Die Besonderheit dieses Kalenders ist, dass er aus mehreren Schichten besteht, also dreidimensional ist. Auf einem aufgedruckten Bild sind 24 Türchen eingestanzt, die in zufälliger Weise über das gesamte Bild verteilt sind. In der Grundvariante befindet sich hinter jedem Türchen ein Bildmotiv, das in irgendeiner Weise einen Bezug zur Jahreszeit und zum Weihnachtsfest hat. So sind hier Schneemänner, Glöckchen, der Weihnachtsmann, ein Rentier, ein Stern und ähnliche Motive zu finden.
Die handelsüblichen Adventskalender unserer Zeit sind in der Regel mit Naschwerk bestückt. Die ersten Kalender dieser nahrhaften Art kamen bereits 1958 auf den Markt. Hinter den Türchen befindet sich eine Vertiefung in der irgendeine Süßigkeit eingelegt ist. Die Klassiker sind Täfelchen aus Schokolade oder Pralinen, aber auch Bonbons und Fruchtgummi sind mittlerweile verbreitet. Ein besonderer Reiz ist das Tagesuchen, denn die nummerierten Türchen sind zufällig über die Fläche verteilt. Ist das Türchen gefunden, kann es geöffnet und die Süßigkeit entnommen werden – dahinter kommt dann das Bildmotiv wie in der Grundvariante zum Vorschein.
Sinn und Zweck des Kalenders ist es immer nur das Türchen des Dezembertages zu öffnen, der jeweils auf dem Türchen aufgedruckt ist. Anhand der Zahl der geöffneten Türchen lässt sich dann der zeitliche Abstand zum erwarten Ereignis ablesen. Die Beliebtheit dieses Spezialkalenders hat ihre Ursachen im subjektiv differenten Zeitempfinden verschiedener Generationen. Von Kindern und Jugendlichen werden Zeitintervalle häufig anders wahrgenommen wie von Erwachsenen. Während den Erwachsenen die Zeit meist viel zu schnell vergeht empfinden Kinder kurze Zeitspannen oft als eine Ewigkeit – insbesondere dann, wenn man auf ein Ereignis wartet. Unabhängig davon mögen jedoch auch Erwachsene die Adventskalender, da sie einfach zur Vorweihnachtszeit dazugehören und bei vielen Erwachsenen Kindheitserinnerungen aufleben lassen.
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